Zollfreilager in der Schweiz: Ein sicherer Hafen für Vermögenswerte und Kunstschätze

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Die Schweiz hat sich als globaler Hafen für Geldanlagen etabliert, aber sie ist auch ein bedeutender Standort für die sichere Lagerung von Vermögenswerten. Besonders die Zollfreilager in Genf haben sich auf die Aufbewahrung von wertvollen Gütern spezialisiert. Diese Lager bieten nicht nur zoll-, sondern auch steuerfreie Unterbringung für Vermögenswerte wie Kunstwerke, teure Weine und andere hochpreisige Objekte.

Steuerliche Vorteile und die Rolle der Genfer Zollfreilager

In den Genfer Zollfreilagern können Vermögenswerte unter besonderen Bedingungen gelagert werden, die erhebliche steuerliche Vorteile bieten. Während für Kunstgegenstände bei der Einfuhr keine Zölle anfallen, würde normalerweise eine Mehrwertsteuer von 8,1 Prozent erhoben. Im Fall des „Salvator Mundi“, einem der teuersten Gemälde der Welt, würde dies eine Steuerbelastung von 36,45 Millionen Franken bedeuten. Doch dank der Lagerung im Zollfreilager bleibt diese Summe unangetastet.

Ursprünglich wurden die Zollfreilager für eine temporäre Lagerung von Transitwaren geschaffen. Mittlerweile ist die Lagerdauer jedoch unbegrenzt, was diese Lagerhäuser besonders attraktiv für langfristige Einlagerungen macht. Der Kanton Genf, als Hauptaktionär des Lagerhausunternehmens, profitiert direkt von diesem Geschäftsmodell.

Spezialisiert auf Kunst und Luxusgüter

Die Genfer Zollfreilager sind für ihre Expertise in der Lagerung von Kunstwerken bekannt. Sie bieten zudem umfassende Dienstleistungen an, darunter Gutachten, Versicherungen, Restaurationsarbeiten und sogar Spezialisten für Rahmungen. Diese zusätzlichen Services machen die Zollfreilager zu einem attraktiven Standort für Sammler und Investoren, die ihre wertvollen Objekte nicht nur sicher, sondern auch professionell betreut wissen wollen.

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„Salvator Mundi“ und seine mögliche Reise nach Saudi-Arabien

Ein Beispiel für die Nutzung dieser Lager ist das Gemälde „Salvator Mundi“, das möglicherweise von Mohammed bin Salman, dem Kronprinzen von Saudi-Arabien, in ein zollfreies Lager gebracht wurde. Es wird vermutet, dass der Kronprinz plant, das Gemälde nach Saudi-Arabien zu überführen, um es als zentralen Anziehungspunkt in einem neuen Kunstmuseum in Riad zu präsentieren. Dies würde das Gemälde in eine ähnliche Rolle versetzen wie die „Mona Lisa“ im Louvre in Paris, die jährlich Millionen von Besuchern anzieht.

Diskretion und Transparenz in den Genfer Zollfreilagern

Die Zollfreilager in Genf genießen einen Ruf für höchste Diskretion. Auf Anfragen bezüglich der Lagerung von Kunstwerken, wie dem „Salvator Mundi“, reagieren sie nicht öffentlich. Diese Verschwiegenheit ist ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells. Dennoch müssen die Lagerhäuser Inventarverzeichnisse führen, die den Namen und die Adresse des Besitzers sowie den Wert der gelagerten Güter enthalten. Diese Transparenz ist notwendig, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu gewährleisten und Missbrauch zu verhindern.

Die Bedeutung dieser Verzeichnisse wurde besonders seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine deutlich. Reiche Russen, die zu den bedeutendsten Kunstkäufern der Welt gehören, haben ebenfalls Kunstwerke in den Schweizer Zollfreilagern gelagert. Um Sanktionen gegen oligarchische Vermögenswerte durchzusetzen, hat die Schweizer Regierung seit 2021 ein Inventar der in den Zollfreilagern gelagerten Objekte erstellt. Diese Maßnahmen zeigen, wie wichtig die Transparenz und Kontrolle in diesen ansonsten diskreten Einrichtungen ist.

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