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Wärmepumpen gelten als eine zentrale Technologie für die Energiewende, doch die Branche steckt aktuell in Schwierigkeiten. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck besuchte den Wärmepumpen-Spezialisten Stiebel Eltron in Holzminden, um sich ein Bild von der Lage zu machen und die Bedeutung dieser Technologie hervorzuheben. Doch statt eines Booms findet Habeck eine Branche in Sorge und einen Markt, der mit massiven Einbrüchen zu kämpfen hat.
Einbruch im Wärmepumpen-Verkauf
Obwohl Habeck die Wärmepumpe als ein „Superprodukt Made in Germany“ lobt, sind die Verkaufszahlen in den Keller gegangen. Das von der Bundesregierung gesetzte Ziel von 500.000 installierten Wärmepumpen pro Jahr scheint schon im ersten Jahr schwer erreichbar. Im ersten Halbjahr 2024 wurden laut dem Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) lediglich 90.000 Wärmepumpen verkauft – ein Rückgang von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Stiebel Eltron ist von der Absatzflaute betroffen, und es drohen Stellenstreichungen.
Herausforderungen für Stiebel Eltron und die Branche
Der Aufsichtsratsvorsitzende Ulrich Stiebel räumte ein, dass Stellenabbau unvermeidlich sei, wenn auch nicht in der Größenordnung von 1.000 Stellen, wie zuvor spekuliert wurde. Ein Teil der Belegschaft befindet sich bereits in Kurzarbeit. Die Flaute folgt auf ein Rekordjahr 2023, in dem 356.000 Wärmepumpen verkauft wurden. Doch nun machen die hohen Gaspreise und Unsicherheiten rund um das Heizungsgesetz den Markt schwierig.
Kritik an der politischen Lage
Auch andere Unternehmen in der Branche, wie Bosch und Vaillant, spüren die Auswirkungen der Absatzflaute. Bosch-Chef Stefan Hartung kritisierte die Unbeständigkeit der politischen Rahmenbedingungen als hinderlich für langfristige Investitionsentscheidungen. Trotz der aktuellen Herausforderungen bleibt Bosch jedoch optimistisch und plant, bis 2030 mehr als eine Milliarde Euro in die Wärmepumpen-Produktion in Europa zu investieren.
Hoffnung auf Stabilisierung
Der BDH bleibt vorsichtig optimistisch und rechnet mit einer Stabilisierung des Marktes, sieht aber derzeit keine Anzeichen für eine signifikante Besserung. Die gesamte Branche setzt nun auf die Wirkung des neuen Heizungsgesetzes und hofft, dass die Nachfrage nach Wärmepumpen in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts wieder anziehen wird.
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